Was ist RoHS und WEEE?

Das deutsche Elektro- und Elektronikgerätegesetz – kurz ElektroG – ist die Umsetzung zweier europäischer Richtlinien:

  • Die ROHS (“Reduction of Hazardous Substances“, 2002/95/EG) befasst sich mit dem Verbot von sechs Stoffen innerhalb elektronischer Bauteile / Produkte zum 01.07.2006. Dies sind Blei, Quecksilber, Cadmium, 6-wertiges Chrom, Polybromiertes Bipehnyl und Polybromiertes Dyphenil Ether.
    Eine besonders weitreichende Konsequenz ist das bleifreie Löten von Elektronikprodukten, was teilweise hochtemperaturfeste Stoffe für nachfolgende Arbeitsschritte erfordert, da ein Blei-Substitut meist einen höheren Schmelzpunkt hat.
  • Die WEEE (“Waste electrical and electronic Equipment“, 2002/96/EG) befasst sich mit der Abholung und Entsorgung von bestimmten Geräten innerhalb der EU und fokussiert die Herstellerverantwortung für diese Prozesse.
    Ein genormtes Symbol zeigt in Zukunft dem Endverbraucher an, dass diese Geräte nicht über den Hausmüll, sondern an kommunalen Sammelstellen zu entsorgen sind, die dann über eine zentrale Stelle in bestimmten Zyklen den Hersteller zur Abholung auffordern.
    Ähnlich wie in Deutschland sind diese beiden Richtlinien auch in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten in nationale Gesetze umgesetzt worden.



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